Kanada – Sonntag 22.7.2018

Nach dem aufstehen, es hat wohl der Nacht geregnet, haben wir in aller ruhe die Sachen gepackt. Es war ziemlich windig und wir wollten zeitig ohne Stress los wieder nach Calgary. Andreas darf am Montag ja wieder arbeiten. 😀

Stress bekamen wir aber doch, da Andreas Handy plötzlich nicht mehr da war. Wir haben überall geschaut, sogar im Kühlschrank. Es war nicht zu finden. Da es aber auf dem Campingplatz nicht lag, weder im Gras noch auf dem Tisch oder Bank, konnte es nur im Truck oder Camper sein. Also fuhren wir erst einmal los nach Trochu zurück, die 21 nach Süden Richtung Three Hills  runter und in Strathmore auf die 1 nach Calgary. Gegen 13:30 standen wir wieder vor dem Haus und es hiess: Handy suchen!!!! Alles raus aus den Camper und — da ist es ja wieder!

Hunger hatten wir dann auch mal wieder. Grill an , Hotdogs und Brot drauf, Ketchup, Senf, Mayo, Gurke, Röstzwiebel auf das warme Brot und ab damit in den Bauch!!!!! Endlich Duschen, ausruhen und Blog schreiben.

Jetzt ist es 19 Uhr. Andreas macht das Pullet Park heiss und dann gibt es wieder etwas zu essen. Ich liebe meinen Bruder und mein derzeitiges Leben!!! Sorry, ich vermisse niemanden. Ich weiss, dass es euch allen gut geht. In meinem Herzen hab ich euch alle dabei. Lasst es euch gut gehen denkt an mich. Morgen schreib ich weiter. Jetzt ist hier für heute Feierabend. Ich werde auch schon fast wieder müde. Morgen wird geradelt. Ich freu mich drauf.

Eure Petra, Mutti, Frau, Schwester, Schwägerin, Tante und Freundin. <3

Kanada – Samstag 21. Juli 2018

Oh, da hab ich das erste Mal bis 8:30 Uhr geschlafen. Sollte mein Jetlag vorüber sein? Das wäre ja mal super!! Andreas war schon draussen am Kaffee kochen. Prima. Es läuft echt gut. Ein kleines Müsli Frühstuck sollte reichen, da wir alsbald loshiken wollten. Versprochen worden war ein Frühstück mit Rührei, Bohnen und Speck. Wenn es das gegeben hätte, wäre ich keine 2 Meter gegangen. Vollgefuttert raus in Valley und die kleinen Berge hoch? Das hätte nie funktioniert.

Ich machte mir auch keine grossen Sorgen. Mein grosser Bruder trug den Rucksack mit 8 l Wasser und etwas Verpflegung. Das ganze sollte ja nur eine Testwanderung für nächste Woche sein, wenn es richtig losgeht.

Auf ging’s. Warm wurde  es auch schon, denn sobald die Sonne die Wolken und die Nachtkühle vertrieben hat strahlte sie und wärmte das Tal auf. Nicht das ihr denkt ich wandere hier auf Wanderwegen, neeneenee. Pure Wildnis. In der Ferne zeigte mir Andreas einen Vorsprung auf einen Berg auf den er mit mir klettern wollte. Okay!!!! Den passenden Weg dorthin mussten wir erst noch finden. Wie gesagt, keine Wege. Wir folgten den Wildwegen, also den Hasenwegen!! 🙂 . Ich ächzte durch einen Dschungel und stand dann plötzlich wieder auf einer Ebene  mit steilen BergWänden. Links rum oder recht rum?  Gibt es eine Möglichkeit da hoch oder eher nicht? Nach einer guten Stunde erreichten wir den Platz noch nicht. Machten aber trotzdem pause um uns zu stärken. Butterbrot mit Salami und Käse dazu einen halben Liter Wasser.

Da die Sonne immer höher stieg und es dadurch immer heisser wurde beschloss ich das wir vielleicht besser den Rückweg angehen sollten. Die Hitze macht einen echt fertig. Und ich muss ja auch wieder am Campground ankommen. Tragen wollte mich mein grosser Bruder nämlich nicht. LEIDER 🙁 . Auf dem Rückweg  stellten sich ähnliche Probleme ein wie auf dem Hinweg. Besser hier oder da, ich geh mal vor und schaue, ach nee, besser da, ahah hier gehts nicht lang, sind wir wohl von dort gekommen und wo ist der Eingang zum Dschungel? Eigentlich wollten wir am Fluss zurück, da es aber ein Zulauf aus den Bergen zum Fluss gab, der an der Stelle am Ufer zu gross war sind wir irgendwie, irgendwo hoch sind noch ein wenig gewandert (Fotos wurden natürlich auch gemacht, Jana , ich habe deine Kakteen in der Wildnis gesehen )und haben letztendlich den Eingang in den Dschungel gefunden und den Weg zurück zum Camper.

Gegen 13 Uhr sassen wir am Camper, tranken unser kleines Belohnungs-bierchen und erholten uns. Dank der Plane hatten wir ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen. Gegen 15 Uhr kündigte sich ein Gewitter an,also stellten wir die Campingstühle und den Campingtisch unter die Plane und das Feuerholz, ganz wichtig , unter den Camper. Wir wollten ja schliesslich am Abend Steaks grillen. Yummy. Die Zeit des Gewitters verbrachten wir im Camper mit schlafen und lesen. Ich sagte ja schon, die Wärme!!!

Um halb 5, das Gewitter hat sich wieder verzogen, gab Andreas ein Eis aus, welches wir aus Calgary im CamperGefrierschrank mitgebracht hatten. Wenn es läuft , dann läuft es. Leger!

Wir wollten uns aber auch noch wieder eine Runde bewegen und so gingen wir vom Campground West, zum Campground east auf dem es einen Schiessstand gibt und einen Cache mit dem Namen Bang, Bang !! Das ganze ohne Navi, da ich mal wieder mit der Technik auf Kriegsfuss stand. Wenn man sein Garmin nicht richtig bedienen kann, muss man eben leiden und kann nicht cachen. Grrrrr. Meinen Fehler hab ich erst am Sonntag wieder zuhause in Calgary erkannt. grrrrrrrr. Manchmal hat man tatsächlich ein Brett vor dem Kopf.

Andreas versprach um 19 Uhr das Feuer anzumachen, so dass wir um halb 8 Abendbrot essen könnten. Der Blödmann , es wurde dann halb 9 eher ich mein leckeres Steak bekam. leider g…….!!!

Nach einem Verdauungsspaziergang und sitzen am Feuer ging es um 23:30 ins gemütliche Bettchen. Wo ich alsbald in einen tiefen Schlaf fiel.

Kanada – Freitag 20. Juli 2018 II.

Leider sind wir doch etwas später losgekommen als geplant. Naja, passiert. Den Highway No. 2 nach Norden hoch bis Olds, nach Osten auf die 27 nach Trochu (nah ratet mal wer da gefahren ist: Ecke :D), ein wenig nach Norden, wieder nach Osten auf die 585 bis nach Tormann.

Da wir ja später losgekommen sind, waren die besseren Plätze des Campground am Red Deer River schon belegt. Wir fanden aber noch ein gemütliches Plätzchen und so konnte der Camper geparkt und die Planen zum Schutz gegen die  Sonne, bzw. Hitze aufgebaut werden. Welch ein Spass! Knoten binden, Stangen die umknickten (da der Wind die Plane hochschlug. Ein neues langes Seil noch an einen weit entfernten Baum befestigt, damit genug Spannung auf der Plane lag, noch eine Plane ums Eck und noch mehr Knoten!!!!!!! Ich muss immer noch kichern 🙂 . Aber zum Ende war alles aufgebaut und auch schon Feuerholz geschlagen, so dass wir am Abend Würstchen mit Nudelsalat, Gurken Paprika Salat, Ei und Brot und wichtig ein, zwei Bier zum Abendbrot hatten. Danach sind wir noch ne Runde gedreht. Einen kleinen „Berg“ musste ich schon hoch und Andreas zeigte mir , wo ich am nächsten Morgen zum testen „hoch muss“. Meine erste Wanderung in Kanadas stand kurz bevor. Hurra ich freu mir. Ehrlich !!

Die Gegend hier ist ein Valley. Der Red Deer Fluss (724 km Lang) fliesst  aus den Rocky Mountains runter Richtung Saskatchawa. Die Talwände sehen ähnlich aus wie im Grand Canyon, aber wir sind hier nicht in Arizona, sondern in den Baulands von Alberta. Nicht weit vom Dinosaurier Provincal Park, wo  die Geologen noch heute nach Dinos graben.

Wir sassen noch eine Weile an der Feuerstelle und sind dann gegen 23 Uhr schlafen gegangen. Ach ja, Wasch- oder gar Duschräume gibt es hier keine!!! Geschweige denn eine Toilettenspülung!!!! Also liebe Freunde, ihr könnt euch denken was das heisst!!!!

Gute Nacht und süße Träume

Kanada – Freitag 20. Juli 2018

So, es ist kurz vor sieben am Freitag morgen. Ich werde mich gleich auf das Fahrrad schwingen und einen Laden suchen. Wir brauchen noch ein paar Kleinigkeiten für das Wochenende, denn heute geht es los nach Tolmann zum Campen!!! Yeah. Bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Andreas ist gegen 13:30 hier, ich hab bis dahin die letzten Sachen in den Camper gepackt und dann geht es los!!! Das heisst aber auch, das ich nun 2 Tage nichts schreiben werde, da es dort keinen Empfang geben wird. Ausserdem hab ich Urlaub und man muss nicht jeden Tag online sein und kann es auch nicht.

Noch kurz zur Info. Ab Montag gehe ich ihr Gecoachten mit dem Rad. Freitagabend bis Sonntag erkundige ich mit Andreas zusammen Downtown und erst am Montag geht es langsam Richtung Vancouver. Da uns immer neue Sachen und Andreas neue Gegenden einfallen, die er mir zeigen möchte, könnte es sein sein das ich nicht auf Vancouver Island landen werde. DAS IST FUER MICH ÜBERHAUPT KEIN PROBLEM, da ich ja hauptsächlich hier bin um mit meinen Bruder Zeit zu verbringen. Auch wenn ich euch allen erzählt habe , das ich dorthin fahre werden. Das ist der Urlaub von Andreas und mir. Planänderungen sind da nicht auszuschliessen. 😀

 

Ich mach mich jetzt fertig und geh einkaufen, packe, warte auf meinen grossen Bruder und dann geht’s ab. Habt alle ein schönes Wochenende, ich werde es haben !!

 

Kanada – Donnerstag 19. Juli 2018

(Heute früh (Freitag) hab ich mich gleich wieder ans Schreiben von Donnerstag gesetzt. Besser ist besser, da ich ab heute nachmittag bis Sonntag kein Netz mehr haben werde. Es geht ja schliesslich zum Campen!)

Eigentlich waren wir, bis auf kleinen Ausnahmen, damit beschäftigt den Camper klar zu machen. Er brauchte ja noch diesen Ölwechsel und er wollte aus- und wieder eingeräumt werden. Doppelte Klamotten von Andreas raus, ich brauch ja nun auch etwas platz, Angelsachen, Frischwasser!!!! Betten, Geschirr, Gas, Feuerholz und, und, und wieder rein.

Zwischendurch sind wir noch ein paar Meter gelaufen (Komm mal mit , ich zeig der mal kurz…..), damit ich weiss, wo ich am besten auf den Radweg komme. Also einmal über den 3 spurrige Hauptstrasse und man konnte ihn sehen. das schaff ich schon. Aber nur mit Wasser. Es ist weiterhin ganz schön heiss hier, auch wenn es vorgestern mal heftiger geregnet hat. Thunderstorm-Warnung ist hier schon die ganze Zeit, angekommen ist aber erst eins.

Kumpel Peter tauchte am Abend natürlich auch wieder auf. Also gab es wie jeden Abend erst einmal eine kleine Bierpause. Irgendwie wurden wir nicht fertig mit dem packen. Andreas fiel dann noch ein, dass wir ja Nudelsalat mitnehmen wollte, was soll ich sagen: Alles tutti. Neben den Pull Pork zubereiten (okay, das Fleisch wurde schon fertig gekauft) wurde dann auch noch der Nudelsalat fertig gestellt. Wir hatten echt Spass. Alles in Worte wieder zu geben; würde diesen Blog sprengen!!!!!

Um 23 Uhr lag ich geduscht in meinem Bett und schlief sofort ein.

Kanada – Mittwoch 18. Juli 2018

Der heutige Tag war sehr entspannt. Erst einmal fuhren wir zum Frühstücken, die Grundlage des Tages schaffen. Mmh Lecker. 2 Toast mit Marmelade, 2 Streifen Speck, 2 Würstchen ( brauch ich nicht), ein Kartoffelrösti und 2 Spiegeleier (sunny side up) und Kaffe. Läuft !!!!  Da der Truck noch einen Ölwechsel benötigt mussten wir, ich hab keine Ahnung welche Richtung, noch in die Werkstatt. Die hatten aber das Oel nicht vorrätig . Na prima! Also hat Andreas mir die Gegend gezeigt. Wir fuhren zum Nose Hill. Vorm Berg hat man schon einen nette auf Downtown. Ein paar Fotos geschossen und dann ging auch schon weiter. Gut, eigentlich wollte ich da cachen und Radfahren. Das überleg ich mir noch. Da brennt die Sonne den ganzen Tag und es gibt keine Bäume. Klugscheisser Andreas meinte trocken: Kriech doch da lang, unter den Sträuchern ist vielleicht etwas Schatten. Hahaha, hab ich gelacht. Weiter ging’s zu einer Mall. Ein Hotspot für mich über Andreas Telefonanbieter. Prima. Check. Weiter in andere Geschäfte, einfach weil wir es können. Andreas hatte frei, der muss in die Nachtschicht. Schusswaffen ansehen, nach Headsets schauen, ach ja und noch grosse Flaschen Wasser kaufen, Die 1/2 Liter Flaschen machen mich wahnsinnig. Nix drin und ich hab solchen einen Durst! Nachdem wir mittags wieder zuhause waren, hat das Brüderchen sich alsbald hingelegt, Er durfte ja noch in die Nachtschicht. Mein versuch auch etwas zu schlafen ging schief. Leider seid ihr alle da schon am schlafen gewesen. Nix mehr mit whatsuppen oder skypen. Okay, hab dann noch ein bisschen mit Ralf gequatscht, aber der musste noch seine Sachen packen. Er wollte am nächsten Morgen früh aufstehen. Prima!! Andreas schlief noch und ich hab ein bisschen hin und her geräumt, gefegt und gespült. Abends gab es ein kleines Abendbrot und ich war schon angefangen den Blog zu schreiben. Musste ja den ganzen spannenden Dienstag noch aufschreiben. Und ich schrieb und schrieb und schrieb. Es wurde halb eins eher ich im Bett lag.

Kanada – Dienstag 17. Juli 2018 III.

Ich hab es geschafft. Wie g… ist das denn. Das Gefühl endlich gelandet zu sein, hier zu sein, Kanada. Wow!! Ich fühl mich grossartig und müde. Kaputt wie tausend Mann. Egal. Da steht Andreas. Alles ist gut!!

Gelandet bin ich (gegen 13:25 Alberta Time 21:30 Heimatzeit).  Laut Boarding-pass bin ich nur eine Stunde geflogen) im neuen Teil des Airports. Ganz weit am anderen Ende. Weit weg vom Parkplatz. Weite Wege. Der Koffer rollte ganz easy vor mir her (4 Rollen!!!) Richtung Ausgang. Ich glaube ich hatte ein Dauergrinsen. Heisa, Ich bin in Calgary. Andreas durfte den langen Weg jetzt NOCH MAL gehen! Da geht die Meckerei schon los. Na prima! Ist ja wie früher. 😀

Ich weiss garnicht wie spät es nun war. Werde Andreas gleich mal fragen. Den Koffer in den Truck gepackt und mich auf den Beifahrer ging es bei brütender Hitze, blauem Himmel und über 30 Grad noch eben in zwei Läden einkaufen. So bekam ich schon einen Eindruck. Eingekauft wurde vor allen Dingen Wasser, Steaks, Würstchen, Kartoffeln, und Brot. Abends sollte es ja noch gegrilltes geben. Und ich soll viel trinken!!! Bei Andreas zuhause hab ich mich dann erstmal auf die Terrasse gesetzt. Ich bin sowas von kaputt und müde gewesen musste das erst einmal sacken lassen. Es war soooo warm. Andreas war so lieb und hat mir noch ein feuchtes Handtuch zur Abkühlung gereicht. Dieser Tag hatte es echt in sich. Die Anspannung fiel endlich ab. Wir haben dann noch lecker gegrillt und den Abend ausklingen lassen. So das ich nach guten ca. 25 Stunden auf sein, endlich schlafen konnte.

Kanada – Dienstag 17. Juli 2018 II.

OH NEIN!! ICH SITZE ALLEIN IM FLIEGER!!!!!

So ein Mist. Jetzt sitz ich hier, wir rollen auf die Startbahn!! Oh weh ! Die Turbinen werden lauter. Es dröhnt. Und dann geht es los. Hilfe! Ich werde in meinen Stuhl gedrückt. Man spürt die Beschleunigung und dann uiuiuiuiiii Jetzt geht’s ab. Ich bleib nicht am Boden !!! Himmel die Bergfee!!!

Aber was soll ich sagen: So schlimm ist das nicht. Habe ich auch nie behauptet!! 😀 Vor dem Fliegen hab ich auch keine Angst. Mich nervt dieser Formalitätenkram vorher. Damals als wir in die USA geflogen sind, wurden wir in Schiphol von Zoll- oder Sicherheitspersonal in die „Zange“ genommen und mit Fragen bombardiert. Wo kommen Sie her? Was machen Sie in den USA? Wo wohnen Sie da? Haben Sie Ihren Koffer allein gepackt? Hätte jemand die Möglichkeit gehabt…… usw. Darauf hatte ich keine Lust. Sooooo gut ist mein Englisch auch nicht. ABER, das fiel heute aus. Und abermals: Dem Himmelseidank!!

Dann fing der Kanadier neben mir an. Super. Schnell sprechen und nuscheln!! Super für mich. Das was ich verstanden habe, habe ich freundlich beantwortet und sonst gab es nur ein müdes: Oh ! Yes! Okay. Hat der nicht gesehen das ich saumüde bin!!!!! Habe mich dann in meine Decke gekuschelt den ersten Film angemacht (The shape of water). Blöd, die Hauptdarstellerin spielt ja eine Stumme und der „Fisch“ kann ja auch nicht sprechen. Also fielen mir alsbald die Augen zu. Den Film kann ich nochmal schauen!!

Und dann macht einem die Stewardess und auch der Kanadier nicht wach, wenn es was zu essen gibt!!!! Haaallooooo!!!!!! Habe die Dame dann zu mir gewinkt, und nach was zu trinken gefragt. Ach ja sie haben ja auch noch kein Essen. Ich hole es Ihnen. Haben Sie denn gut geschlafen? Nein, zu kurz.

Flugzeugkost!! Aber die Nachspeise war g…..! Lecker!!! Und wieder bin ich eingedöst. An richtigen Schlaf war nicht zu denken. Es waren viele Kinder mit an Board. Auch ein Baby, was absolut keine Lust hatte zu schlafen! Und kleine Jungs die immer wieder den Gang hoch und runter gelaufen sind.

Das Fenster hatte ich die meiste Zeit verdunkelt. Wollte ja schlafen. Da draussen war es viel zu hell. Genau im richtigen Moment schaute ich aber heraus. Die Küste von Grönland. Wie g… ist das denn. So was von beeindruckend!!! Sind wir damals auch über Grönland geflogen? Oder biegt man zu den USA früher ab? Egal. Dann hab ich mir den Star wars Film angemacht. Den wollte ich mir unbedingt ansehen. Bin abermals weggenickt. Filmriss. Zurück gespult. Wieder angemacht. Musste ihn immerwieder mal unterbrechen, weil die netten Stewardessen mit Getränken, Essen und ihrem Wagenverkaufsstand durch die Gänge spazierten und einen anquatschten. Ach ja, es kam wie es kommen musste . Die Zollerklärung!!! Ach und ich bin ja ein schlaues Mäuschen. Ich hab mir das zuhause schon runtergeladen und ausgefüllt. Somit war ich gut vorbereitet!! Yes, I can !!

Zum Film zurück. Den musste ich eine Stunde vor Filmende vorspulen. Wollte das Ende noch sehen. Was knapp wurde. Beim Landeanflug auf Calgary quasselte/ nuschelte mich der Kanadier wieder an. oh yes, That’s great. mmh. Eine scharfe, steile Kurve nach rechts. Wir flogen Calgary von Süden her an. Ich bin somit dem Boden näher gewesen, als der Kanadier. Und soll ich  euch was sagen, Ich konnte sogar rausschauen. Nicht die ganze Zeit aber…….dann musste ich mir wieder einen festen Punkt im Flieger suchen.

Die Landung war auch top. Ich habe es geschafft. Jetzt nur nicht die bloede Zollerklärung im Flieger liegen lassen, so wie es der Holländer getan hat. Der ist noch einmal zurück zum Flieger!!!! Und ich? Ich bin plötzlich vorne gestanden. Ein Dame mit Gewehr zeigte an welchen Schalter wir gehen sollten. Ich hab mir die Jungs und Mädels angeschaut und mir gedacht: Zu dem, dem , dem, der, dem, der, der und dem möchte ich nicht. Der eine sah ganz nett aus. Ich durfte zu der die ich nicht wollte. Etwas stabiler gebaut, kein Lächeln. Ich kann es nicht beschreiben. Na gut. Augen auf und durch.

Die Fragen wohin ich wollte, ob mein Bruder hier schon lange lebt.?Was ich beruflich mache? Wie lange ich bleibe und ob ich Geschenke für meinen Bruder habe? Konnte alles beantworten, auch wenn ich manchmal nachfragen musste, was sie denn nun von mir wollte. Bis auf das ich nicht mehr wusste, was Zollstock auf englisch heisst und ich ihr dann mit Händen erklärt habe was ich meinte. geht alles. Leider hatte ich vergessen, war ja auf der suche nach passenden Worten für Zollstock, das ich auch  noch einen 1/2 Liter Kümmerling im Gepäck hatte. Aber der ist ja für Andreas Kumpel Peter. Nach  Geschenken für den hat sie ja schliesslich nicht gefragt. Dumm gelaufen.

Endlich konnte ich los meinen Koffer holen!!! Das dauerte ganz schön lange. Das hatte mir jetzt noch gefehlt. Koffer weg!! Nach einer gefühlten Stunde sah ich ihn – und er war noch ganz. Uiuiuiuiiii, da lagen Koffer auf dem Band. Stoffe eingerissen, Hartschalen eingedrueckt oder mit Folie versehen!!!! Grausam. Bloss raus hier!!! Und dann stand er da. Mein grosser Bruder. Wie G…..!!

Kanada – Dienstag 17. Juli 2018 I.

Hinweis: Ich bin hier in Kanada. Die Tastatur des Notebooks hat kein ae, ue und oe. Manchmal klappt die Autokorrektur und manchmal nicht.

KANADA

Dienstag früh schreckte ich um halb drei hoch. Au Mist, gleich sitze ich allein im Flieger nach Calgary. Zum Wachwerden schnell duschen. Au Mist, gleich sitz….. Koffer und Handgepäck ins Auto, Jana noch auf die Rücksitzbank gesetzt und den Fahrer zugeredet, er möchte doch bitte nicht zum Flughafen fahren, weil dann: Au Mist, gleich sitz ich……

Gegen halb 4 waren wir dann in Hannover. Au Mist, gleich…. Schnell noch ein paar feste Umarmungen von Jana und Ralf und dann ging es zum einchecken. Beim röntgen des Handgepäcks hatte ich gleich den ersten Spass. Ich sollte mein ebook extra legen. Au weh, ich konnte es weder im Rucksack noch in meiner Handtasche finden. Also hab ich kurzerhand ALLES in die Plastikschalen gekippt. Die müssen da echt gedacht haben die Alte spinnt. Naja, erst als ich die Taschen wieder einpackte tauchte der Reader wieder auf. Ich hasse Taschen mit zu vielen Fächern.

Im Wartebereich hab ich dann erst einmal die Taschen wieder sortiert. Um ca. 5:30 öffnete der Schalter zum Boarding. Auuuuu, Miiiist, gleich sitz ich….. Mit dem Bus ging’s dann zum Flieger. Treppe hoch und eh ich mich versah waren wir schon in der Luft. Au Mist, JETZT sitz ich allein im Flieger nach Amsterdam. Der Flug war ganz okay, keine Luftlöcher, schlechtes Wetter oder andereTurbulenzen. Dem Himmelseidank.

Gegen 7 Uhr landeten wir in Schiphol (Amsterdam). Prima, der Flug nach Canada geht um 12:25. Was tun? Ach ja : Au Mist, gleich sitz ich ALLEIN im Flieger nach Calgary. Bis dahin war ja noch ein wenig Zeit. Todmüde wie ich war, hätte ich überall schlafen können. Prima, dann würde ich ich womöglich den Flug verpassen. Wollte ich doch, oder doch nicht? Ich war so hin- und hergerissen. MIST gleich….. .So nett und bequem haben wir es 2008 in Schiphon nicht gehabt. Dort haben wir 5 auf nicht gerade bequemen Stuhlen auf unseren Anschlussflug nach Amerika gewartet. Ich hatte sogar eine Steckdose und bin auf Polstern gesessen. Die Flasche Wasser hat mich 4,50 Euro gekostet. Wie immer hatte ich Durst!! Um mir die Zeit weiter zu vertreiben, bin ich immer mal wieder zum Gate gegangen oder in andere Richtungen nur um zu schauen. Ein reges Treiben! Wenn viele Reisende durch das Gate wollten, wurden kurzerhand mehrere Selbstbedienungsterminals aufgemacht. Reisepass auf einen Scanner legen, so schauen wie auf dem Passbild und schwups biste durch! Prima dachte ich mir. Wenn ich da gleich durch darf!! Toll, die liebe Technik und ich, manchmal stehen wir auf Kriegsfuss. Aber na gut.

Boarding sollte um 12:10 sein. Musste erst durch das eine Gate zur Passkontrolle (Ohne Selbstbedienung, das war nicht oder noch nicht offen) und dann noch gefühlte 2 km zu meinem Gate. Au Mist, gleich…… Dauert dann wirklich nicht mehr lange und ich werde tatsächlich im Flieger nach Calgary sitzen. Im Wartebereich hörte ich nur englisch, kanadisch oder holländisch sprechenden Menschen reden. Mist nicht ein blöder Deutscher ausser mir fliegt nach Calgary. So ein Mist !!

11:45 Boarding. Super. Im Gang zum Jet wurde mir dann doch mulmig. Wieso ist das hier im Gang zum Flieger sooooo warm? Schei…, was mach ich hier. Ich könnte so nett und entspannt auf meiner Terrasse liegen – ich hab doch Urlaub. Und ich stresse hier meinen Körper !!!!!! Eh ich mich versah, stand ich auch schon drin. Puh war mir warm! Ach herrje , einen Fensterplatz hatte ich ja auch !!! Der nette Kanadier lies mich dann an meinen Platz und verstaute mein Handgepäck.

AU MIST, jetzt sitz ich tatsächlich im KLM Airbus330-300.