Freitag, 11. Juli 2008: Angekommen

So, erst einmal ein großes Hallo an alle, die sich über unseren Block nach unserem USA-Trip erkundigen.
Wir sind seit 6 Stunden in Seattle – es hat flugtechnisch gesehen alles bestens geklappt – der Flieger landete sogar fast ’ne Stunde eher als angekündigt (Rückenwind macht’s möglich).
Selbst die Immigration-Zone hat Spaß gemacht, da ging es heute superfreundlich zu. Das Auto ist auch schon vollgeladen und die Karten fürs Navi sind schon gekauft , installiert und freigeschaltet – modern times!
So, jetzt wisst Ihr, das wir gut angekommen sind, weitere Details folgen später, wir gehen jetzt erst mal in den Park und zum Pizza Hut.

Freitag, 11. Juli 2008: Landung

Bei strahlend blauem Himmel mit Blick auf den Olympic Mountain setzten wir, oder besser gesagt der Pilot, fast’ne Stunde früher als geplant zur Landung an. Eine Überraschung erlebten wir dann beim „Immigration“-Officer: Statt großer Anspannung bei den Reisenden und miesgelauntem Personal war alles ganz freundlich und die Security sogar zu einigen Späßen aufgelegt. Für Jana hatte der Officer sogar einen Berufstipp auf Lager: Sie soll Modell werden. Nun noch schnell das Gepäck einsammeln und ab in eine kleine U-Bahn. Als nächstes stand der Mietwagen auf dem Programm. Für 290,– $ gab es ein Upgrade auf das nächst größere Auto: Ein Chrysler Town & County statt Chrysler Uplander. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen sollen: Super viel Platz, super bequem und recht gut ausgestattet: Das Radio hatte sogar einen USB-Anschluss mit Festplatte, so dass wir unsere Wunschmusik bequem von den MP3-Playern übertragen konnten – modern times! Alles lief perfekt: Um 16 Uhr saßen wir schon im Auto fuhren nach DownTown. Ok, der Start war etwas holprig: Statt auf dem Freeway fanden wir uns im Parkhaus wieder, die vielen Auf- und Abfahrten können einen schon leicht durcheinander bringen. Mit Papiernavigation erreichten wir dann recht schnell 40 Minuten später das gewünschte Parkhaus.
Damit die Reise richtig losgehen konnte, brauchten wir noch Kartenmaterial fürs Navi. Das gab’s bei REI (Recreation Equipment Inc.), ein super duper Outdoor-Laden. Die Karten hatten wir von Deutschland aus telefonisch, oder besser gesagt per Skype, bei Mitarbeiterin Nancy reserviert. Das hat prima geklappt, statt zweimal 199 € (wenn wir die Karten in Deutschland gekauft hätten), brauchten wir nur einmal 200 $ für beiden Karten zusammen (City Navigator US 2009 und US Topo 2008) zu bezahlen. Wie bei Garmin üblich, mussten diese Karten noch im Internet freigeschaltet werden. Also ab auf die andere Straßenseite und rein ins Kaffee mit WiFi. Auch hier gabs keine Probleme – wenn das so problemlos weitergeht, dann wird dass ja richtig langweilig. In Amerika ist alles ein wenig größer – so auch der Toilettenschlüssel: Durch die angehängte Schöpfkelle war der Schlüssel fast 40 cm lang. Überhaupt sehen Toilettenschlüssel in Seattle etwas merkwürdig aus: Später bekamen wir mal einen mit einer Teekanne dran.
Um ein wenig zu akklimatisieren fuhren wir mit Navi’s Hilfe in den Volunteer Park. Dort konnten wir ein wenig Shakespeare im Park anschauen; wir haben zwar wenig verstanden, war aber trotzdem lustig. Der Hunger triebt uns anschließend wir geplant zum in der Nähe liegenden Pizza Hut – aber der sagte uns nicht zu. Wir suchten uns den nächsten aus – das Navi weiß ja schließlich Bescheid. Den fanden wir in der Queen Anne Avenue – nur 9 km weiter. Leider war das auch nur einer von der Fastfood-Abteilung und so gingen wir zum echten Italiener – war auch sehr schön. Leider haben wir dabei die Zeit aus den Augen verloren – das gewünschte Motel 6 in Kirkland erreichten wir dann erst um 20 vor 12 – und es war ausgebucht. Nun gut schnell zum nächsten Motel, aber auch die waren voll. OK, jetzt gingen so langsam die Alternativen aus. Die Lady rief beim Comfort Inn an und die konnten uns helfen: für 129$ gab es ’ne Übernachtung mit Frühstück – naja, ok, ist ja Urlaub.
Jetzt erst mal alles, inklusive Gepäck, raus aus dem Auto und ab ins Bett.

Freitag, 11. Juli 2008: Abflug

So, endlich geht es los. Da wir um 3 Uhr losfahren müssen, haben die Verwachsenen die Nacht zum Tage gemacht – nur die Kinder durften schlafen. Also die letzten Sachen zusammenpacken, 27 mal überlegen, ob man noch etwas vergessen hat. Diesmal geht es ziemlich overequipped auf die Reise: Einige Gameboys, Laptop, Spiegelreflexkamera samt Ausrüstung, Videokamera und dazu 120 verschiedene Ladegeräte und Adapter. Das ganze wurde zusammen mit dem Rest der erforderlichen Ausrüstung (Reiseapotheke, Reiseliteratur, ach ja und ‘nen paar Klamotten) auf sechs große Gepäckstücke verteilt (ca. 6 mal 20 kg) und dann im Auto verstaut. Im Handgepäck blieb der Laptop, die Kamera und was man so für die 20 Stunden Reisezeit so braucht.
Um halb drei wurden Kinder aus dem Bett geschmissen und pünktlich um drei ging es los. Da wir den Wagen nicht in Hannover stehen lassen wollten, waren Steinis so lieb und fuhren mitten in der Nacht mit uns nach Hannover um anschließend den Wagen wieder mit zurück zu nehmen. Vollkommen staufrei kamen wir um 4 in Hannover an. Schnell die Klamotten ausgeladen, Steinis nochmal ganz feste gedrückt und dann ab in den Flughafen.
Vorm Schalter stand ein Check-Automat, also noch einmal ’ne Möglichkeit die Sitzplätze klarzumachen. Wie jedoch schon zuvor auf der KLM-Internetseite war es auch hier nicht möglich die Plätze zu reservieren – na gut, dann eben später (kleine Erklärung am Rande: Eigentlich erfolgt die Platzreservierung schon mit den Ticketkauf, zu mindestens beim MyTravel-Reisebüro von Herrn Müller aus München. Leider gab es noch eine kleine, nicht geplante Änderung und so verloren wir die Platzreservierung für den Langstreckenhinflug). Die Wartezeit bis zur Schalteröffnung verging wie im Flug und schon standen beim Einchecken. Wir wissen nicht warum, aber die Lady brauchte fast’ne viertel Stunden um die ganzen Tickets auszustellen. Als Sitzplätze für den Transatlantikflug gab es für Petra, Jana und Jan die erste Reihe vor der Trennwand (Reihe 29), also die Plätze mit ultraviel Fussraum. Jonas hatte den Gangplatz in der Fensterreihe 17 und Ralf den Gangplatz Reihe 16, jedoch auf der anderen Seite.
Nach den Tickets und ein wenig Wartezeit ging es zur Pass- und Sicherheitskontrolle. Das sollte eigentlich keine Probleme geben – wir sind ja bestens vorbereitet. Doch was musste die Security da sehen: In Janas Federmäppchen steckte doch tatsächlich noch’ne Schere drin. Aber die Jungs waren gnädig, wir durften sie behalten. Blieb nur noch zu hoffen, dass die nächste Security das ähnlich sieht. Der Flug im Cityhopper war ohne Probleme, aber auch ohne Sicht: Lauter Wolken für die Daheimgebliebenen – erst im Anflug auf Schiphol war unten was zu sehen.
Nach der Landung zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen. Die Geburtstagsfeier vom Vortag, das späte ins Bett gehen der Kinder und die durchgemachte Nacht der Verwachsenen hatte zur Folge, dass wir eine ziemlich müde Gesellschaft abgaben. Die sechs Stunden Wartezeit sollten eigentlich mit Images (Gesellschaftsspiel) und Kartenspielen überbrückt werden, aber irgendwie waren wenigstens drei von fünfen immer am Schlafen. Plötzlich war es zwölf und der nächste Check-In stand an. Diesmal mit Befragung, in Englisch natürlich. Warum wir nach Amerika reisen, ob wir unsere Koffer selber gepackt haben, wer die Koffer transportiert, ob wir die Koffer die ganze Zeit bis zum Check-In gesehen haben, ob Tanten, Onkels oder Großeltern irgendwelche Geschenke mitgegeben haben und, und , und. Glauben die wirklich, dass sie bei dieser Befragung irgendetwas Wichtiges, Sicherheitsrelevantes erfahren? Was soll’s, so konnten wir schon ein klein wenig Englisch üben. Blieb noch die Schere: Hier war man noch gnädiger – man hat die Schere nicht einmal mehr angesprochen. Für den Rückflug sollten wir nun schlauer sein.
Wie oben schon erwähnt, waren wir ein klein wenig im Flieger verteilt. Neben Jonas saß ein Inder, mit dem er sich ein klein wenig hat unterhalten können – echter Smalltalk. Neben Jan saß auch ein Inder. Statt Smalltalk zog Jan es jedoch vor, beim Schlafen an ihm anzubucken – Völkerverständigung klappt auch im Schlaf. An jedem Platz stand ein komplettes Entertainmentsystem zur Verfügung: Filmbibliothek in mehren Sprachen, Musikjukebox, Spielekonsole und Flugweganzeige – wenn das Charles Lindberg wüsste, wie unterhaltsam man mittlerweile über den Atlantik kommt. Und dazu noch reichlich Essen und Trinken – ok, reichlich für alle außer Jonas. So konnten wir alle entspannen und wer noch müde war, konnte noch Schlaf nachholen und wer Lust hatte, so wie Petra, vertrieb sich die Zeit mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare. Ansonsten war der Flug ohne jede weitere Aufregung.

Freitag, 11. Juli 2008: Vorbereitungen, Teil 3

Tja, die Vorbereitungen mussten wir abrechen, da plötzlich und unerwartet Steinis vor der Tür standen und uns zum Flughafen bringen wollten.
„Na gut“ haben wir gesagt, „dann fangen wir eben jetzt mit dem Urlaub an!
Also, die Vorbereitungen werden wir später noch beschreiben, jetzt geht erst einmal unser Urlaub los.

Vorbereitungen, Teil 2a

Ein kleiner Schritt für uns, ein großer Schritt für den Laptop: Zu mindestens in good old germany kommen wir via Hotspot auf unseren Blog. Diesen Eintrag habe ich in Bünde geschrieben und war dort über ’nen Hotspot eingeloggt.
Eigentlich war es ganz einfach, man muss nur die Groß- und Kleinschreibung beim Login wirklich beachten (was man sonst beim t-online-Login eigentlich nicht muss).

Gruß von unterwegs
Ralf

Vorbereitungen, Teil 2

Jetzt wo die Kinder Ferien haben, werden sie sich bestimmt um die Urlaubsplanungen kümmern.
Stimmt’s, Jonas, Jan & Jana?
Mal sehen, ob ihr drei wenigstens ’nen Kommentar hier im Blog hinterlasst.
Ansonsten haben wir die Reiseroute mittlerweile etwas genauer festgelegt, der Yellowstone und der Beartooth-Pass sind schon fest ins Programm aufgenommen.
Da Petra jetzt auch weiß, wie man Blog-Einträge schreibt, wird Sie Euch sicher mit dem ein oder anderen Beitrag beglücken!

Gruß
Ralf

Vorbereitungen, Teil 1

Aller Anfang ist schwer

Durch ein paar unglückliche Umstände konnten wir erst sehr spät (Anfang April) mit unseren Vorbereitungen beginnen. Das hatte als erstes zur Folge, dass wir zwar noch problemlos Flüge buchen konnten, aber leider nicht gerade zu günstigen Kursen. Wer also schon im Dezember für Juli/August seine Flüge buchen kann, der sollte dies unbedingt tun – später wird es bestimmt nicht preiswerter.

Die Mietwagensuche war dann sehr schnell abgehakt: Mieten vor Ort schied aus. Zu hohe Planungsunsicherheit und das Gefühl, dass die „Not“-Situation, keinen Wagen zu haben, vom Vermieter ausgenutzt werden kann.
Ein Wohnmobil kam nicht in Frage, der Minivan (Chevrolet Uplander) schnell ausgesucht und nach dem Studium einiger Mietwagenwebseiten die Entscheidung, die Buchung über eMietwagen.de durchzuführen, ebenso fix getroffen.

Nachdem Ankunfts- und Abflughafen feststand, das Auto gebucht und bestätigt war, konnten wir uns auf die Planung der Reiseroute stürzen. Der grobe Weg stand ja fest, jetzt galt es, die Wünsche aller Altersgruppen (vom 7 bis 44 Jahre) zu berücksichtigen. Dazu dann im nächsten Blogeintrag mehr.