Montag, 21. Juli 2008: Craters of the Moon

Direkt neben dem Motel gab es das Frühstückrestaurant Bargels, kein Perkins, aber dafür nahe bei. Mal wieder viel zu große Portionen, die wir nicht schaffen konnten – das sollte sich wettertechnisch rächen. Irgendwie kamen wir heute nicht richtig in Gang. Spät aufgestanden, nach langer Diskussion das Frühstück ausgesucht, den Highway in die falsche Richtung gefahren (der hatte natürlich die nächsten 10 Meilen keine Ausfahrt) und dann auch noch den Einkauf vergessen. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft „on the road“ zu kommen und haben um 14 Uhr dreißig Craters of the Moon erreicht.

Obwohl die Gegend total unwirklich und somit recht interessant wirkte, waren die Kids bei der Hitze nicht so wirklich zu begeistern. Anders als beim Yellowstone muss hier nicht viel gewandert werden, die meisten Dinge sind direkt von den Parkplätzen aus zu erreichen. Mucki, Petra und Ralf unternahmen zwei kurze Wanderungen zu der Buffalo-Cave (die hätten wir uns sparen können) und zum Indian-Tunnel. Dieser von Mutter Natur gemachte Tunnel ist über 200 Meter lang und wurde von Jan und Ralf durchwandert – bis auf ein bisschen Kraxelei leicht zu schaffen. Auf dem Rückweg nahmen die beiden dann noch eine kleine Höhle mit. Kaum vorstellbar: Draußen eine Bullenhitze und kaum ist man 5 Meter unter der Erde ist es richtig kalt. So kalt, dass dort Schnee liegt! Apropos Hitze: Da es schon etwas später war, war es nicht superheiß sondern nur noch heiß – etwas angenehmer als bei unserem ersten Besuch vor 10 Jahren. Wir lernten noch einen alten US-Soldaten kennen, der 1969 in Berlin stationiert war. Seine Eltern waren Deutschlehrer und so konnten wir uns mit ihm auf Deutsch unterhalten. Es war sehr spannend von ihm einiges über die Hochzeit des Kalten Krieges zu hören (Mehr von ihm findet ihr auf www….) Um sechs machten uns auf den Weg nach Boise. So nebenbei haben wir natürlich auch noch weiter gecacht. Der erste lag in einem Park, den wir, nach dem Ralf den Schatz gehoben hatte, natürlich sofort zu einer Pause genutzt haben. Und man glaubt es kaum: hier in der absoluten Pampa tauchten ein paar Minuten nach dem wir fertig waren die nächsten Cacher auf. Auf andere Cacher an einem Cache zu treffen hatten wir noch nie geschafft, aber hier in der Pampa. Beim zweiten haben wir (diesmal Petra und Jonas) dann unseren ersten Benchmark gefunden.

Danach ging es direkt zum Motel – natürlich Motel 6: Diesmal mit Laminatboden und schönen Pool. Da beim Check-In der Computer versagte, bekamen wir den Internetzugang geschenkt (kostet normalerweise 3 $ pro Tag). Eigentlich war der Pool schon zu, aber für unsere Kids haben sie sogar den Pool wieder aufgemacht. Petra hat ein wenig im Internet gesurft, Jana und Jonas geschlafen und Jan und Ralf auf HBO (das amerikanische Premiere-Fernsehen) noch bis fast 1 Uhr nachts Poker geschaut: Es ging um sage und schreibe mehr als 100 Millionen Dollar.

Sonntag, 20. Juli 2008: Yellowstone, Tag 5

Obwohl wir eigentlich ein Restaurantfrühstück geplant hatten reichte uns nach den großen Pizzen vom Vortag ein Zimmerfrühstück, wir brauchten nicht viel und hatten genug. So ein paar Tage feste Unterkunft haben das Auto gut geleert und das Zimmer gefüllt. Jetzt musste alles wieder zurück und gut verstaut werden – mit fünf Leuten geht das einigermaßen flott; wenn alle anfassen.

Da es heute Abschied zu nehmen galt, wurde vor der Abfahrt noch der Giftshop (Souvenirladen) im Grant Village ausgiebig besucht und somit ein wenig die Urlaubskasse geplündert. Ein paar T-Shirts, Aufkleber, Tassen, Anstecker und zwei kleine Kuscheltiere müssen nun als Trost herhalten, wer weiß, ob wir noch einmal wieder hier herkommen können.

Für die letzten Stunden im Yellowstone haben wir uns noch ein paar Caches vorgenommen (wer nicht weiß was das ist, schaue bitte unter geochaching.de nach). Dafür mussten wir erneut durch das Bisongebiet und wir natürlich wieder von den „kleinen“ Freunden aufgehalten, heute aber nicht ganz so sehr wie gestern. Wir wanderten noch einen eine Meile kurzen Weg zur Natural Bridge, gingen die Fishing Bridge, eine Holzbrücke aus den dreißiger Jahren, entlang und dann sollten noch zwei nummerierte Nägel an einem Holzsteg gefunden werden. Die Kinder hatten beim dritten Cache keine Lust mehr und blieben im Auto. Zunächst gab es dort reichlich Drachenfliegen zu sehen – riesige Viecher. Der erste Nagel war auch schnell gefunden doch bevor wir den zweiten erreichten, durften wir auf der andern Flussseite einen Weißkopfadler beobachten. Etwas weit weg, aber trotzdem gut zu sehen. Da so ein Adler reichlich Geduld hat, er kann durchaus drei Stunden an einer Stelle sitzen bleiben, hatten wir genug Zeit ihn zu fotografieren. Ralf rannte zum Auto zurück und holte Stativ und 500 mm-Spiegeltele. Schnell aufgebaut und losgelegt, aber so ganz wollten die Fotos nicht zufrieden stellen. Also zur Sicherheit erneut zum Auto und das 300 mm-Objektiv geholt; wenn man mal nicht die ganze Ausrüstung am Mann hat, dann braucht man sie natürlich. Mittlerweile waren auch die Kinder neugierig geworden. Nachdem wir zu Ende fotografiert und gefilmt hatten ließen wir noch einige Leute durch unser Tele schauen. Das war ein toller Abschluss für unseren Yellowstonebesuch.

Das Ganze hat natürlich ein wenig Zeit gekostet. So langsam mussten wir uns auf den Weg machen, denn wir wollten möglichst nah an den Nationalpark Craters of the Moon heran kommen. Somit konnte uns nur noch ein Bär aufhalten. Die Landschaft genießend erreichten wir dann, viel zu spät, um 16 Uhr den Ostausgang des Yellowstone – schnief!!!!!! Wir fuhren erst mal so dahin und entschieden uns in Rexburg das Super 8 Motel aufzusuchen: Mit Pool, Internet und Frühstück; das sollte uns gefallen. Obwohl kaum Autos vor der Tür standen war das Motel ausgebucht! Kaum zu glauben, und das am Sonntagabend. Na was solls, mussten wir halt weiter fahren und kamen so bis Idaho Falls und nahmen uns mal wieder ein Zimmer im Motel 6. Irgendwie haben wir einen Narren an Motel 6 gefressen – abgesehen von wenigen Ausnahmen sind sie gut ausgestattet, preiswert und weites gehend in Ordnung. Die Ansprüche für heute waren nicht allzu hoch, aber diesmal waren wir trotzdem nicht zufrieden: Die Qualitativ dieses Motels war eher am unteren Ende, die Klimaanlage hat außer Stromverbrauch und Lärm eigentlich keine Wirkung. Naja, für eine Nacht ist es auch egal.

Unser Hunger wurde das erste Mal in diesem Urlaub beim Taco Bell gestillt: Für die Kinder eine neue, aber auch nicht unangenehme Erfahrung – das sollte, für die Erwachsenen zu Glück, nicht unser letzter Besuch beim Taco Bell sein.

Samstag, 19. Juli 2008: Yellowstone, Tag 4

Wieder mal früh aufgestanden und ein Zimmerfrühstück zu uns genommen – geht schneller und es werden auch keine Unmengen aufgetischt. Diesmal sollte uns die Wanderung ins Canyon-Hinterland führen. Doch zunächst mussten wir die Bisonwiesen durchqueren – das hört sich leichter an als es war. Wenn so eine Herde auf die Wiese auf der anderen Straßenseite will – tja, dann geht sie halt rüber und zwar nie mehr als drei auf einmal, könnte ja zu schnell gehen. War schon sehr aufregend, aber so im Auto fühlt man sich doch sehr sicher – wie sich das ohne Auto anfühlt, das sollten wir später noch erfahren. Aber zunächst ging es erst einmal Bison für Bison weiter Richtung Canyon.

Unsere Tour startete am Artistpoint, dort gibt es einen Parkplatz, also schön bequem. Die Aussichten am Artistpoint sind schon atemberaubend. In der Ferne sieht man den Lower Fall des Yellowstone-River und der Canyon strahlt einen in allen möglichen Farben an. Atemberaubend eben. Schnell noch die Antworten des virtuellen Caches fotografiert und dann ab zum Wandern. Da alle Einkaufsversuche bezüglich Anti-Mückenspray gescheitert waren, mussten wir auch diesen Weg ohne weiteren Schutz antreten. Als erstes ging es bis zum Sublime-Point. Hier erlebt unsere kleine Reisegruppe einen kleinen Tiefpunkt. Da der Fotograf (also Ralf) des Öfteren etwas näher an den Canyon-Rand ging wurden die Nerven von Jonas doch arg strapaziert. Als dann auch noch Jan folgte konnte Jonas sich das nicht mehr mit anschauen und machte Kehrt marsch. Das wiederum machte Ralf etwas unruhig. Es dauerte ein paar Minuten bis sich die Nerven aller beruhigt hatten und die Missverständnisse aufgeklärt waren. Irgendwann ging es dann wieder munter weiter, Mücken waren bis hierher auch kein großes Problem und wir erreichten nach einigen Hochs und Runter das Ende der Sackgasse. Zwischendurch gab es immer wieder tolle Aussichten und Blicke auf den Yellowstone-River und plötzlich stand sogar ein junges Elk-Kälbchen vor uns – und obwohl immer allzeit bereit, waren der Fotograf und der Kameramann (Jonas) zu langsam – schwubs war es auch schon wieder weg. Dann ging es bis zur Kreuzung zurück und auf zum Ribbon-Lake. Kaum waren wir ein paar Meter gegangen, kam Jana ins Stolpern und fiel hin – natürlich wieder auf das linke Knie, aber das Pflaster hat Schlimmeres verhindert. So langsam kamen auch die Mücken wieder, was naturgemäß nicht zum anheben der Stimmung taugte, wir kannten sie ja schon von vorgestern. Wild durch die Gegend fuchtelnd ging es den Weg weiter. Unzählige Leichen pflasterten unseren Weg, doch es kamen zu viele Mücken zur Beerdigung. Ralf hatte sich schon x-mal auf die linke Schulter geschlagen und er wusste nicht mehr was schlimmer war: Mückenstiche oder Schläge. Am Ribbon-Lake angekommen wollte keiner (bis auf Ralf) noch weiter zu den Silvercord-Cascade.

So setzte sich der Treck der Unzufriedenen weiter fort und wanderte den Wapiti-Trail (Wapiti ist das Wort der Indianer für Elk) durch den Wald Richtung Canyon. Die Mücken ließen insbesondere Jonas verzweifeln – das sollte heute einfach nicht sein Tag sein. So wanderten wir schweigsam durch den Wald, doch außer Mücken konnten wir kein Wildlife entdecken. Das änderte sich als wir aus dem Wald heraus kamen: Zwei Bisons ließen es sich auf der Wiese in der Sonne gutgehen – dummerweise ziemlich nahe an unserem Wanderweg. Zuerst glaubten wir auch noch, dass sich zwischen uns und den beiden auch noch ein Fluss befand, obwohl das auch wenig geholfen hätte. Aber was hatten wir für Möglichkeiten: Zurück zu den Mücken, obwohl wir schon deutlich mehr als die Hälfte zurückgelegt hatten? Weiter auf dem Weg wandern und die Chance haben, ungeschützt einem Bison Auge in Auge zu schauen? Zu unseren Glück oder Pech, das mag jetzt mal der Leser entscheiden, fanden wir auch noch direkt zu unseren Füßen echte Bärenspuren. Auf jeden Fall erhöhte das nicht unser Sicherheitsniveau. Wir entschieden uns für Möglichkeit drei und blieben solange auf dem Weg solange uns der Abstand zu den Bisons groß genug erschien. Irgendwann verließen wir den Weg und gingen, vollkommen schweigsam, direkt auf den Waldrand zu. Am Waldrand schlichen wir solange entlang bis wir unseren Weg wieder gefunden hatten. Weder der Fotograf noch der Kameramann hatten das Bedürfnis, diese Szenerie festzuhalten. Erst als wir wieder weit genug im Wald waren löste sich die Anspannung und das Gefühl von Sicherheit kehrte langsam zurück. Das Gefühl von Angst kennt spätestens jetzt jeder von uns fünfen.

Nach ein paar Metern kam uns ein Pärchen entgegen. Wir gaben ein paar freundliche Tipps und zogen weiter, sahen noch ein weiteres Elk-Kälbchen und machten nach ein paar Hügeln eine Pause. Die nächste Kreuzung wollte einfach nicht kommen und das machte diesmal Petra etwas zu schaffen. Überraschender Weise tauchte das Pärchen wieder auf. Sie waren zwar an den Bisons direkt vorbei gewandert, aber als sie die Bärenspur sahen konnte er sie nicht überzeugen weiter zugehen. Sein Pech sollte unser Glück sein. Da ihr Fahrzeug näher war als unseres, boten sie uns an, einen von uns zum Auto zu fahren, damit wir nicht so weit wandern mussten. Wir nahmen das Angebot natürlich gerne an und kamen mit Erik und Johanna ins Gespräch. Zufälligerweise war Erik mal bei Boeing beschäftigt und so konnte er uns noch ein paar offene Fragen von unserer Besichtigung beantworten. Erik verlor, wie viele, seinen Arbeitsplatz nach den Anschlägen vom neunten September und arbeitet heute bei einer Firma, die für die NASA Feststoffraketen herstellt. Es war ein unterhaltsamer Weg und so erreichten wir recht zügig ihr Auto. Nachdem Ralf das Auto mit Eriks Hilfe geholt hatte, machten wir noch ein kleines Picknick im Wald und fuhren dann zu Uncle-Tom’s Trail – ein recht kurzer Weg zum Fuße des Lower Falls.

Die 328 Stufen sind eigentlich leicht runter zulaufen, außer man hat ein Problem, beim runter gehen durch die offenen Metallgitter in die Tiefe zu gucken. Es sagt sich auch ganz leicht, nicht nach unten zu schauen, aber das kann auch nur der sagen, der mit den offenen Stufen kein Problem hat. Für Petra und für Jonas war es auf jeden Fall ein Problem, für Jan nicht, der war als erster unten. Ralf versuchte mit Erfolg Jonas abzulenken und aufzumuntern und Petra hatte mit Jana keine Chance, über ihr Problem mit den offenen Stufen nachzudenken. So kamen wir schließlich alle unten und bestaunten den Wasserfall. Von jedem wurde eine Porträtaufnahme mit Wasserfall gemacht, nur das Foto mit Ralf dauerte ein wenig, da sich die Bedienung der Kamera für die anderen als schwierig erwies. So blieb noch der Aufstieg zum Auto, den die Jungs am schnellsten schafften.

Nach einem so anstrengenden Tag (14 Kilometer Wandern, 656 Treppenstufen und 8 Stunden lang dauernd in Aktion) hatten wir uns ein richtig gutes Essen verdient. Für diesen Fall hatten wir uns die Pizzeria in der Nähe unseres Hotels gelassen. Hier sollten wir mal wieder Erfahrungen mit den amerikanischen Größenverhältnissen machen. Jeder konnte sich seine Pizza selbst zusammenstellen. Im Eingangsbereich hing eine große Tafel, die erst einmal studiert werden musste. Es gab 12 und 16 Inch große Pizzen – wir hatten großen Hunger und Jonas, Jan und Ralf entschieden sich für die 16 Inch Variante. Als sie dann an der Kasse sahen, wie groß eine 12 Inch Pizza ist, hatten sie sich ganz schnell entschieden, doch die kleinere zu nehmen. Auf dem Weg zu unserem Sitz wurde Ralf noch von einem Koch gefragt, ob wir wirklich fünf 12 Inch große Pizzen haben: aber klar doch, wir hatten ja schließlich großen Hunger. Plötzlich kamen drei Köche mit riesigen Tabletts auf der Hand und suchten im ganzen Restaurant nach den Gästen mit der Nummer 14 – so wusste jetzt jeder, wie viel bestellt hatten. Na ja, was sollen wir sagen? Falls am Sonntag das Wetter schlecht sein sollte, so konnten wir die Schuld diesmal nicht ganz von uns weisen: Selbst die Erwachsenen haben trotz aller Anstrengungen nur 3/4 ihrer Pizza geschafft. Jan hat dann noch, ganz alleine eine Box für die Reste besorgt. Die größte die er bekommen konnte hat dann gerade so gereicht. Nun ging es schnell ins Bett, die Pizza musste im Schlaf verdaut werden.

Freitag,18. Juli 2008: Yellowstone, Tag 3

Erst mal lecker Frühstück am Bett mit Kinderwurst, Käse der nicht schmeck, Cornflakes und Zimtbrot. Danach fuhren wir Richtung Mammoth Hot Spring, wobei wir einige Stopps einlegten, da wir noch einige Pools und Geysire sehen wollten – heute sollte es gemütlicher zugehen, gestern war es anstrengend genug. Bei der 2. Station sind dann nur noch Petra, Jana, Jan und Ralf raus auf die Boardwalks gegangen, Jonas zog die noch bequemere Variante vor. Am Ende der Walks gab es ein Missverständnis zwischen Petra und Jana sowie Jan und Ralf. Die beiden Jungs wollten noch zu den Mystic Falls und dachten, die beiden Ladies wollten zurück zu Jonas. So zogen sie alleine los und erreichten nach einer Meile die Wasserfälle. Es gibt zwar reichlich Wasserfälle im Yellowstone, aber jeder ist irgendwie anders. Ralf kletterte für ein paar Fotos ein Stück runter, während Jan weiter oben wartete. Dort tauchten plötzlich zwei biberähnliche Tiere auf. Erst einer alleine, dann kam auch der zweite. Die beiden sonnten sich auf einem warmen Felsen und es blieb genug Zeit, ein paar Fotos zu schießen. Ärgerlich war nur, dass wir Jonas seine Videokamera nicht dabei hatten und das Stativ im Auto lag. Na ja, auf der Speicherkarte ist ja genug Platz. Mittlerweile trafen auch Jana und Petra ein, aber leider kamen die beiden nicht den Berg hinauf und somit verpassten sie, wie Jonas, die beiden kleinen Biber.

Nach einigen weiteren Pools zog es uns dann nach Mammoth Hot Spring. Zwischendurch noch einen Bison am Wegrand fotografiert und dann, für uns unvorstellbar, bei Regen an den Terrassen von Mammoth Hot Spring angekommen. Da wir aus Zucker sind, zogen wir es vor, bis zum Regenende zu warten – puh, das hat ganz schön gedauert. Ralf ging dann mit seinem Caddy Jonas zum fotografieren – nicht bei bestem Licht, aber immerhin trocken: man sich die Momente zum fotografieren halt nicht immer aussuchen.

Auf dem Rückweg legten wir nochmal einen Stopp am Old Faithful für ‘ne Kleinigkeit zu Essen ein. Diesmal gab es echt gute Hamburger direkt an der Theke sitzend – hat richtig Spaß gemacht.

Donnerstag, 17. Juli 2008: Yellowstone, Tag 2

Heute haben wir uns viel vorgenommen, denn wir wollten die 4 Kilometer zum Lone Star Geysir wandern. Das wurde zu einer schrecklichen Reise für die Kids, denn es waren Mücken in Massen hinter uns her. Für die nächste Wanderung musste unbedingt Anti-Mücken-Spray her. Abgesehen von den vielen Mücken war der Weg bequem zu gehen: Keine Steigungen, sehr breit und der Untergrund gut befestigt. Nur Tiere gab es, außer den Mücken, keine zu sehen – wir waren wohl zu laut. Not macht ja bekanntlich erfinderisch: Mit japanischen Teebaumöl konnten wir die Mücken wenigstens ein wenig vertreiben. 500 m vorm Geysir kamen uns die ersten Wanderer entgegen – das war kein gutes Zeichen, denn der Geysir eruptiert nur alle drei Stunden. Das würde für uns eine lange Wartezeit bedeuten. Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen gingen Petra, Jonas und Ralf noch weiter zu ein paar heißen Quellen, Jana und Jan passten derweil auf den Geysir auf. Petra und Jonas hatten auch alsbald genug und so ging Ralf alleine weiter. Diese Strecke war der Weg zum Shoshone-Lake, ein im Yellowstone-Hinterland liegender See, an dem man auf einer zwei oder Mehrtageswanderung zelten kann. Einige waren auf ihrem Rückweg, so auch ein einzelner Wanderer, der dort vier Tage verbracht hatte. Nach ein paar Fotos drehte Ralf auch um und kehrte zu den Wartenden an den Geysir zurück. Dort warteten auch zwei Wanderer, die ihren dritten Mann verloren hatten: Genau der, mit dem Ralf zuvor gesprochen hatte – er war dann anschließend an einer Weggabelung anders abgebogen als seine beiden Kumpels. Wir klärten die beiden auf, und so beschlossen sie, auch erst einmal zu warten.

Früher als üblich, eruptierte der Lone Star Geyser schon um 13 Uhr, zwei Stunden nach seinem letzten Ausbruch. Der Lone Star bricht in zwei Phasen aus: erst eine relativ kurze Phase von 2 bis 5 Minuten, dann eine Pause von ca. 20 Minuten und zum Schluss noch eine etwa 10 bis 20 minütige Phase die in einem weit zu hörenden Röhren endet. Mittlerweile kehrte auch der verlorene Wanderer wieder ein, der mit großem Applaus begrüßt wurde. Um 14 Uhr hatten wir dann genug gesehen und starteten unseren einstündigen Rückweg. Danach ging es nochmal zum Old Faithful.

Diesmal hätten wir länger warten müssen, also gab es eine Kleinigkeit zu Essen. Aus der Kleinigkeit ist dann dank eines Missverständnisses zwischen der fürsorglichen Mutter und den hungrigen Kids eine sehr große Kleinigkeit geworden. Da wir kein schlechtes Wetter wollten, haben wir einfach alles aufgegessen – soll bei uns ja nicht so sein wie in good old germany. Mit vollem Magen konnten wir dann den Ausbruch genießen. Danach ging’s dann weiter auf die Boardwalks und zum Castle Geysir. Der eruptiert alle zwölf Stunden und wir hatten das Glück, nur eine halbe Stunde warten zu müssen – endlich auch mal einfach nur Pause. Der Castle ist sehr ausdauernd und so blieb reichlich Zeit den Ausbruch zu bestaunen.

Ein Tipp an alle Fotografen: Bindet eure Objektivdeckel und Streulichtblenden fest, sie fallen trotz größter Sorgfalt irgendwann hinunter. Und das Irgendwo könnte ein Geysir, Pool oder Canyon sein – so ist es Ralf mehrmals passiert und er hatte immer mehr Glück als Verstand, nichts ist verloren gegangen.

Nachdem dieser fertig war machten wir uns noch auf zu weiteren Pools, aber irgendwann zog der Himmel zu und bis auf den Fotografen hatte keiner mehr Lust, weiter zu latschen. Petra, Jana, Jan und Jonas gingen zurück zum Einkaufen, Ralf noch bis zum Grotto Geysir. Beide hatten im Prinzip kein Glück: Für den Fotografen klarte der Himmel erst wieder auf seinem Rückweg auf und in der Einkaufgruppe stürzte Jana schwer und schlug sich ihr linkes Knie auf. Bis zur ersten Versorgung mit Pflaster im Hamilton-Store hat Joni seine Lieblingsschwester aufopferungsvoll getragen. Anschließend ging es noch zum Doktor, der Jana erst einmal mit einem gimme-five begrüßte. Danach trafen sich alle bei der Grocery wieder (Anti-Mückenspray war ausverkauft, man wartet täglich auf eine neue Lieferung) und es ging dann noch weiter zum Hamilton-Store: Irgendwann müssen ja auch die T-Shirts gekauft werden. Wie am Vorabend kehrten wir erst bei Dunkelheit zu unserem Hotel zurück.
Apropos Hotel: Obwohl das die teuersten Übernachtungen waren (normal sind ca. 65-80$, hier mussten wir 149$ berappen), gab es hier weder Pool, noch Internet, TV oder Klimaanlage – wer Komfort haben möchte, der ist im Yellowstone falsch – hier ist alles an die Natur und deren Schonung angepasst. Für uns kein Problem.

Mittwoch, 16. Juli 2008: Cody

Endlich gab es im Motel zum Frühstück Donuts, Kaffe und Orangensaft. So kennen Ralf und Petra das. Heutzutage bekommen sie ihn sogar von ihren Kindern gebracht. Nach dem Zusammenpacken beschlossen wir, einige Dollar in Cody zulassen. Jonas kaufte sich einen Cowboyhut, Jana einen Ring und ein Käppi und Jan einen Strohhut und ein Taschenmesser. Wir schlenderten halt die Sheridian Street entlang.

An der Touristinformation picknickten wir und verzehrten unsere vorher gekauften Sandwiches von Subways. Petra, Jan und Ralf machten sich dann noch einmal auf zum Cachen. Ralf fand den Mircocache, der zweite war nicht aufzufinden, dort fanden wir nur zerbrochenes Glas. Außerdem teilte man uns mit, dass da, wo wir suchten auch schon einmal Klapperschlangen gesichtet wurden. Für Petra war das ein Zeichen nicht weiter zu suchen (sie hat ja auch schon zwei Caches gefunden). So, nun rief der Yellowstone, ab ins Auto und los. Nach so ca. 5 Meilen meinte der Co-Pilot (Jonas), dass der Tank doch recht leer sei – warum hat er das nicht auch schon in Cody gesagt? Also zum Boxenstopp nochmal zurück und dann aber los.Diesmal fuhren wir über den Osteingang in den Park – somit haben Petra und Ralf alle Parkeingänge durchfahren. Auf Zugspitzenhöhe kühlten wir unsere Füße einen Moment lang im Sylvan-Lake. Da das Zimmer ja schon gebucht war, hatten wir genug Zeit, den Rest des Tages am Old Faithful zu verbringen. Die Eruption des alten Getreuen haben wir noch bei Tageslicht gesehen (mit nur ca. 5 Minuten Wartezeit) und sind bis zum Einbruch der Dunkelheit auf den Boardwalks an den Geysiren und Pools spazieren gegangen – die Pools machten natürlich so keinen Sinn – denn ohne Sonne kann man ihre schönen Farben nicht erkennen. Zum Schluss gab es noch ein wenig zu Essen und dann ging es ab ins Bett.

Dienstag, 15. Juli 2008: Bear-Tooth-Pass

Nach einem interessanten Frühstück im Motel von Papptellern und aus aufgeschäumten Plastikschüsseln mit Plastikbesteck, gab es endlich Cornflakes und andere Cerealien für die Kids, Ralf orderte sich Pancakes und für Petra gab es scrambled eggs mit Toast. Auf gings Richtung Gardiner dort wollten wir den ersten Halt machen und cachen. Gesagt getan. Wir mussten 10 m runter bis zum Yellowstone River und einen gelben Stein unter einem fliegenden Schwein finden. Dort sollte sich eine Schatzkiste befinden. Natürlich lässt man den Kindern erst den Vortritt (Ralf war so nett), aber dann sind die Erwachsenen dran. In diesem Fall Petra. Jan ärgerte sich das er an der Stelle nicht genau genug geschaut hat, aber okay. Schnell geloggt, ein wenig die Füße im River gekühlt und weiter ging‘s zum North Entrance of the Yellowstone . Dort kauften wir einen Jahrespass für alle NPs der USA (mann weiß ja nicht, wann man mal wieder durch einen Durchfährt). Da wir unserer Route umgeplant hatten fuhren wir durch den Northeast Entrance wieder heraus Richtung Bear-Tooth-Pass, eine Passstrasse auf 3300 m Höhe von 1932. Im Yellowstone läuft jedoch zurzeit das 20 Jahre Straßenbauprogramm und wir fuhren geradewegs hinein. Schlechte Wegstrecke, manchmal muss man ½ Stunde warten das der Gegenverkehr durch ist. Wir hatten Glück, es hat nicht ganz so lange gedauert – aber Zeit haben wir trotzdem verloren.Man fragt sich wirklich, wie die das 1932 mit ihren Ford Model-T-Autos geschafft haben, über diesen Pass zu kommen. Den Fahrer hatten wir mittlerweile gewechselt (Nein nicht Jonas, der möchte gerne, darf aber nicht) und es ging recht kurvig teilweise mit ordentlichen Steigungen auf 3300 m Höhe. Eigentlich war eine Abfahrt bis ins Tal auf der anderen Seite geplant, aber wegen der verlorenen Zeit und weil die Mitfahrer schon genug Kurve gesehen hatten (Fahrer Ralf zwar nicht – aber man muss zu Kompromissen ja bereit sein), legten wir einen Stopp beim Sheridan-Point ein: Phantastische Aussicht mit einigen, mehr oder weniger zutraulichen Eichhörnchen. Nun ging es etwas gemütlicher zurück – wir wollten den Pass ja schließlich auch genießen. An der Grenze zwischen Montana und Wyoming konnte wieder gecacht werden und Petra schaffte es, ihren zweiten Cache an diesem Tag zu heben – auf die Kinder wurde diesmal allerdings nicht gewartet. Der Pass ist auf jeden Fall sehr sehenswert, nur sollte man etwas mehr Zeit als wir einplanen (mit An- und Abfahrt vom Yellowstone so ca. 4-5 Stunden). Doch wir mussten ja heute noch bis Cody kommen und so ging es wieder zurück bis zur Highway 296-Kreuzung. Auf dieser ca. 80 Kilometer langen Strecke gab es, man glaubt es kaum, kein Haus, kein Dorf, einfach nur Strecke – diese jedoch auf einem breit ausgebautem Highway. Petra, Jana und Jonas haben die Zeit zum schlafen genutzt, Ralf und Jan haben die Gegend bestaunt. Kurz mal ein Wort zur Höchstgeschwindigkeit: Die 55 Meilen pro Stunden sind, zu mindestens in den nordwestlichen Staaten, nicht mehr zutreffend, meistens kann man 65, manchmal auch 70 mph fahren – ist zwar auch nicht viel, aber für die Amis ist das schon ein wahrer Geschwindigkeitsrausch.

Abends in Cody angekommen nahmen wir das erste Motel das noch Zimmer hatte (natürlich ohne Pool). Wir wollten uns ja noch das Nachtrodeo ansehen. Leider waren wir eine ½ Stunde zu spät, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Die Cowboys sind von wilden Pferden und Bullen geflogen, sie mussten zu zweit einen kleinen Bullen mit dem Lasso fangen (einer den Kopf, der andere die Hinterbeine) oder vom Pferd herab springen und ein Kälbchen mit den bloßen Händen erlegen. Später gab es noch ein um-die-Tonne-Rennen der Frauen (auf Pferden natürlich). Als Pausenspiel wurden alle Kinder bis 12 Jahren in die Arena gebeten. Jan wurde schnell überzeugt da mitzumachen (war nicht allzu schwierig). Sie mussten sich alle in eine Reihe stellen und sich erst einmal warmmachen. Dann ging es los, zwei Kälbchen mit roter Schleife am Schwänzchen wurden in die Arena gelassen. Die Kinder mussten versuchen die Schleife zu packen. Wer eine erwischt hat bekam einen kleinen Preis. Jan war nah dran es zu erhaschen, hatte dann aber zu viel Respekt vor dem Kälbchen. Ist wohl ein komisches Gefühl, wenn einem ein Bulle in die Augen schaut. Da wir noch Hunger hatten, drive-ten wir zurück nach Cody-Downtown, zogen uns ein paar Hamburger rein und schliefen alsbald ein.

Montag, 14. Juli 2008: Fahrt zum Yellowstone,Teil 2

Heute ist Petra die ganze Zeit gefahren. Das Etappenziel für Montagabend: Bozemann. Wieder ging es Bergauf und Bergab. Viel Gegend, wenig los. Laut Temperaturanzeiger sehr heiß. Angehalten haben wir eigentlich garnicht, nur einmal zum Tanken und um Nahrungsmittel einzukaufen. Es gab unser erste HägenDaz seit langem. Mmmmmmhhhhhhh. Seifenblasen mussten für ein HappyShooting Foto besorgt werden. Naja, soviel gibt es wirklich nicht über den Montag zu berichten. Ralf reservierte wieder per Telefon unser Zimmer, diesmal gewiss mit Pool und Fitnessraum und Sauna. Da wir ja begeisterte GeoCacher sind wollen wir unser Glück natürlich auch in den USA versuchen. Scheiterten aber in Bozemann kläglich an 2 Caches, weil wir irgendwie die Parkeingänge nicht gefunden haben. Naja, es gibt viele Schätze zu finden. Als wir endlich im Motel ankamen forderten die Kids sofort ihre Badesachen und wir alle hatten sehr viel Spaß im Pool. Müde schliefen wir alle ein.

Sonntag, 13. Juli 2008: Boeing

Endlich, nach 10 Jahren Wartezeit, konnten wir die Boeing-Werke besichtigen. Damals, 1998, war Joni einige Inches zu kurz und Jan (damals noch Kevin) viel zu klein. Nach kurzer Nacht und kleinem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Das Packen hat ein wenig länger gedauert, sodass wir mit etwas Verspätung losfuhren. Irgendwie waren wir uns mit der Moteltante nicht wirklich einig in welche Richtung wir fahren müssen, aber Ralf, unser Navigator und ein Tankwart, den wir auch noch Fragen mussten, brachten uns auf den richtigen Weg. Wir erreichten kurz vor 11.00 Uhr das Museum. Natürlich mussten wir unsere Jana noch etwas größer machen, d. h. höher Schuhe und dicke Stoppersocken an, sowie Taschentücher auf die dicken Sohlen. Die Schuhe drückten unsere Maus sehr, aber das lies sie auf 1,22 m Wachsen und so durfte sie mit rein. Wir trafen auch gleich unseren weiblichen Guide, die unsere Gruppe die nächste 1 ½ Stunde begleitete. Natürlich wurden wir auch gleich als Deutsche geoutet. (Die deutsche Frau mit dem kleinen Kind bitte ans Ende, dort sind Plexiglasscheiben –DANKE). Gesehen haben wir die Montage der Boeing 787 Dreamliner. Die Montagehalle ist beeindruckend (Details findet Ihr unter www.boeing.com). Nachher haben wir uns im Museum umgesehen, saßen im Cockpit, standen in der Turbine und am Heckruder. Von nahem riesengroß. Wow. Im nahegelegenen Hotel konnten wir noch schnell ins Internet und ein paar Postkarten losschicken, die Kinder ihre E-Mail checken, sowie unter ICQ neue Mitteilungen loswerden. Gesagt getan und ab ging‘s über Wenatchee nach Spokane. Das Wetter blieb gleichbleibend gut, bei euch zuhause soll es ja laut t-Online nicht ganz so warm gewesen sein, oder? Die Fahrt hat richtig Spaß gemacht, wir haben viel Gegend gesehen. Dichte Wälder, hohe Berge, Flüsse. Straßen rauf und runter. Und ganz wichtig: Keine nörgelnden oder unzufriedene Kinder. Zwischenstopps an Interessanten Punkten rundeten die Fahrt ab. Wir begleiteten eine lange Zeit einen Fluss, sodass wir an einigen Brücken und Wasserfällen anhalten konnten. Die Unterkunft haben wir diesmal via Cell-Phone (spricht Handy) klargemacht und laut Motel 6 Katalog sollten auch ein Pool vorhanden sein. Irgendwann überfiel allen Mitreisenden die Müdigkeit und so schliefen sie alle bis 23.00 Uhr. Ralf machte das Motelzimmer klar und hatte als er wieder zum Auto kam eine gute und eine schlechte Nachricht (die Kinder waren mittlerweile wieder wach): Motel mit Pool: Prima/Hurra — leider Pool defekt: oh Mann ey. Na gut dann eben ohne. Schnell im Halbschlaf das Auto ausgeräumt (Jana schlief schon wieder vor unserer Zimmertür, als ich die nächsten Taschen reinbrachte) und ab ins Bett.

Samstag, 12. Juli 2008: Seattle

Nach dem Frühstück stand Umräumen auf dem Programm: Jetzt musste das Gepäck sinnig im Auto verteilt werden und einigermaßen passend zusammen sortiert werden. Man will ja nicht die halbe Zeit im Urlaub mit Suchen verbringen. Das ging dank der beiden großen Fußraumfächer recht schnell. Für heute stand das Science Fiction Museum und die Hall of Fame auf dem Programm – also ab ins Auto und los. Für Autofahrer wirklich beeindruckend sind die vielen Auf- und Abfahrten der Freeways: Es geht mächtig hoch und runter, mehrlagig übereinander oder mit 6 Spuren nebeneinander her – man muss wirklich wissen wo man hin will und welches die richtige Spur ist, sonst findet man sich schnell auf dem falschen Highway wieder. Kurz noch ein paar Fragen bei National geklärt und dann ab zum Museum. Als Herforder fühlt man sich sofort wieder heimisch – Gebäude von Frank O’Gery machen es möglich. Die beiden Museen sind zwar nicht recht groß, aber die Ausstellungsstücke sind echt sehenswert (für Musikfans und Science-
Fiction-Liebhaber). Für Jimi Henrix Fans gab es interessante Originaldokumente zusehen, unzählige Gitarrenvarianten und einige Originalkostüme waren auch zu bestaunen. Ebenfalls gut ausgestattet ist das Science Fiction Museum. Joda, der Teddy von AI, die Waffen der Enterprise, Kostüme von Bladerunner und vieles mehr war in den Vitrinen zu finden. Schon sehr witzig zu sehen, wie simple die Requisiten früher, aber manchmal auch heute noch, gemacht wurden. Sehr schade, dass wie so oft das Fotografieren nicht erlaubt wurde.
Den Rest des Samstages haben wir dann im Park um den Spaceneedle und in den Shoppingmals von Seattle verbracht. Eine Fahrt mit der Monorail durfte natürlich auch nicht fehlen. Wieder viel zu spät machten wir uns auf zum diesmal frühzeitig reservierten Motel 6 in Everett. Dort konnte dann endlich auch der Pizza Hut Besuch nachgeholt werden – das Essen war sehr gut, nur der Komfort im Restaurant lies zu wünschen übrig: 30 Jahre alte Einrichtung und alle 45 Sekunden ertönte ein lautes Signal, dass die nächste Pizza fertigt ist. Na ja, egal: Hauptsache satt und zufrieden. Ansonsten: Gute Nacht.