Dienstag, 11. Juli 2023

Dies ist ein älteres Bild. Dient als Info, dass hier in den USA die Geschwindigkeitsbeschränkungen eher nach oben gehen, statt, wie in Deutschland nach unten. 80 MpH ist zwar nicht der Regelfall, wird einem jedoch sehr oft angeboten.

So, endlich im Motel frühstücken. Mit Waffeln, Toast, Bagels, Muffins, Saft, Cerealien und Kaffee. Mmh, frohgestimmt und satt machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Nachfragen, ob wir das Auto tauschen können. Dort angekommen, stieg Ralf schon am Eingang aus, da er wusste, wie lange die Prozedur dauern wird. Petra fand recht schnell ein Parkplatz und eilte Ralf hinterher. Aber, na klar natürlich war Ralf bei der Autovermietung nicht zu sehen. Prompt kam eine SMS von ihm. Er sei schon fertig. Aber wo zum Henker war er jetzt?

Leider wollten die von Hertz hier auch nicht weiterhelfen. Wie immer sollten wir telefonieren. War uns zu blöd. Mal sehen, wir werden demnächst in Kansas City sein. Vielleicht wird uns dort geholfen.

Downtown Rapid City.

Ein Parkplatz an der Kreuzung wo die ersten Präsidenten uns als „Bronze“-Statuen empfingen, war schnell gefunden. Etwas länger dauerte der Fußmarsch um sie alle zu besuchen, zu fotografieren und einen kurzen Film zu drehen. Hatten wir es schon erwähnt? Urlaub ist Arbeit, Arbeit, Arbeit! 44 Präsidenten, an jeder Kreuzung vier, manchmal auch nur zwei. Von den 44 Präsidenten waren nur Nixon und ein anderer (Jefferson?? Name wird nachgereicht) nicht an ihrem Platz.

Dank einer größeren Baumaßnahme (quasi der ganze Block) mussten sie den Kreuzungsbereich verlassen und sind irgendwo untergebracht worden. Man hätte sie ja auch an eine andere Kreuzung versetzen können. Aber nein. Herr Trump sollte eigentlich im Frühjahr aufgestellt werden, aber er ist noch nirgends aufgetaucht. Petra munkelte, dass die Baumaßnahme eventuell, das Fundament seiner Statue werden könnte…

Leider waren wir an diesem Datum nicht mehr in Rapid City

Eine kleine Beschwerde diesbezüglich (fehlende Präsidenten) wurde beim Visitor Center aufgegeben. Kathy von Büro versprach Ralf, das sie die Fotos für ihn macht, sobald die Präsidenten wieder aufgestellt würden. An ihrer Kühlschranktür klebt jetzt ein Zettel mit den Details und unsere E-Mail Adresse. Sie war sehr freundlich und hilfsbereit. Direkt vor dem Visitor Center befand sich der Main Street Square. Ein Bereich mit Kunstrasen, großartigem Wasserspiel, reichlich Tischen mit Stühlen und Sonnenschirmen sowie guter ,lauter Musik vom Band. Hier beschlossen wir eine längere Pause einzulegen. Auf der Ecke gab es eine Eisbar. Dort kaufte Petra ein Eis für zwei und wollte eigentlich nicht wiederkommen. Dort war es so angenehm kalt. Plötzlich gab es eine Durchsage, eine Unwettervorhersage für Rapid City. Aber keine machte irgendwelche Anstalten den Platz zu verlassen. Wir gingen auch nicht. Man merkte aber wieder, das die Luft sich veränderte, Wind kam auf und auch die Wolken sahen recht dunkel aus.

Plattenläden lassen sich recht oft in den Staaten finden.

Der in Rapid City wäre auch ein Paradies für Marc und Svenja gewesen. Riesige Disc-Golf-Abteilung:

Beim Präsidenten fotografieren war Petra bei einem Spielzeugladen vorbeigekommen, den musste sie Ralf noch zeigen. Also schlenderten wir die Straßen entlang, schauten in Geschäfte u.a. auch in einen gut sortierten Schallplattenladen. Der Spielzeugladen entpuppte sich als Modellbauladen mit einer kleinen Gesellschaftsspielabteilung.

Nachdem uns ein freundlicher Mann  vom Visitor Center , ein Rapid City Ambassador angesprochen hat, ob es uns gut gehe usw. riet er uns in die XXXXXXXGasse zu gehen. In der dürfen Künstler ihre Graffitis sprühen. Die Gasse war die Rückseite der Restaurants auf der Main Street. Hier war es recht stinkig und dreckig aber die Kunst war gut.

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Ein Bild für Jana, sie weiß schon warum
Wenn das T-Shirt-Budget nicht schon aufgebraucht gewesen wäre, hätte man hier durchaus noch zuschlagen können

Der kleine Hunger trieb uns in eine Bar. Dort bestellte sich Petra Fisch und Chips und Ralf ein Lamm Pie (Sah wie ein dicker Eintopf mit Kartoffeln aus). Beides sehr lecker. Dazu für Ralf ein dunkles Bier und für Petra eine Sprite (die dank der Eiswürfel nicht wirklich nach Sprite schmeckte). Während des Essens brach dann das Gewitter los. Es kübelte wie aus Eimern. Wir saßen trocken und konnte das Schauspiel so gut beobachten.

Cachen wollten wir auch noch, also machten wir uns zu Fuß auf den Weg in den nächsten Park. Leider fanden wir ihn und einen weiteren nicht. So ein ärger. Zurück am Auto navigierte Ralf Petra zu weiteren Caches, die wir dann bis auf einen auch fanden. Hurra. Cachen South Dakota- check!

Am späten Abend kam das Gewitter noch einmal zurück und es Blitze, Donnerte und Stürmte heftig.

Montag, 10. Juli

Morgens durften wir das Frühstück in unserem Motelzimmer einnehmen. Alles ganz entspannt. Die Klamotten zusammengepackt und ausgescheckt. Heute wollten wir aber doch noch den ein und anderen Cache mitnehmen. Da passte es gut, dass zwei davon nah am Motel versteckt waren. Ein Normaler und ein TB-Hotel. Beide wurden erfolgreich geloggt.

Am Denkmal von Buffalo Bill haben wir schon 2008 eine Dose gefunden, da es hier eine neue gab, und auch aus emotionalen Gründen sind wir dort hingefahren. Dose gegriffen und dann ging die Fahrt Richtung Rapid City los.

Die Fahrt auf dem Highway war nicht wirklich abwechslungsreich. Plattes Land, mal eine andere Farbe des Ackers oder Berges. Ralf bearbeitete während der Fahrt die Fotos und Petra hielt nach Dosen Ausschau. Sie sah einen im Navi nicht weit von der Straße. Emblem: Einwohner 10. Ohne Navi hätten wir hier nicht angehalten. Die Dose befand sich auf dem Grundstück einer alten Schule. Schulbetrieb von 1913 bis 1978. Cool. Man konnte sogar hinein gehen. Eine Bestuhlung gab es nicht mehr, aber die Tafel, eine aufgerollte Landkarte und Sitzkissen lagen im Regal. Leider war das Dach undicht. Eventuell ein Grund die Schule zu schließen. Wir denken aber eher, dass es wenig Kinder zu unterrichten gab. Die Dose haben wir natürlich auch gefunden.

Und weiter ging die Fahrt, um etwas Abwechslung zu bekommen, ist Petra auf eine historische Route abgebogen, aber außer, dass die Strecke etwas länger und kurviger war, sah man nicht wirklich etwas anderes oder Besonderes. Sollte das die gesamten sechs Stunden Fahrzeit so weitergehen? Petra wurde schon leicht müde, da beschlossen wir noch eben am Kartoffelbrei-Berg anzuhalten. Einmal stoppen am Devil Tower. Dem Berg aus dem Film „Begegnung der dritten Art“. Schon vom weiten sah er beeindruckend aus. Vor Ort war er dann: unbeschreiblich. Manches kann man nicht in Worte fassen. Punkt.

Und weiter ging die Fahrt. Endlich wieder auf der Interstate. Da darf man 80 Meilen/Stunde fahren, natürlich nur wenn keine Straßenbaumaßnahmen durchgeführt werden. Und? Natürlich! Einspurig. Teilweise bis zu 18 km lang. Da möchte man endlich ins Bett und zeitlich wurde es immer später. Eigentlich wollten wir am Abend in Rapid City noch zum Flughafen um das Auto zu wechseln. Das sparten wir uns dann. Lieber ins Motel. Petra kümmerte sich, so müde sie auch gewesen ist, noch um die Wäsche. Das hieß für sie, mit der Dame an der Rezeption über Waschmittel, Geldwechseln, und Bedienung der Waschmaschine und Trockner, sprechen. Was soll man sagen, hat alles funktioniert. Ralf hat dann die letzte Maschine aus der Maschine genommen in den Trockner gesteckt und die Wäsche zusammengelegt. Petra war fix und alle. Fahrerei, Lauferei mit der Wäsche, Auto ausladen, hatte sie abgeschlossen? Also noch einmal runter. Nach dem Duschen ist sie schnell eingeschlafen. Ralf hat mal wieder Bilder bearbeitet und sich um das Aufladen der elektronischen Geräte gekümmert.

Sonntag, 9. Juli 203

Heute wurde noch einmal in der Roosevelt Lodge gefrühstückt. Wir bestellten uns die Biskuits mit gravy. Sollte ja das beste Westernfrühstück sein. Hätten wir doch noch einmal nachgefragt, was es wirklich ist. Dachten wir doch es wären Biskuits mit Vanillesauce. Aber weit gefehlt.  Irgendwie schmeckte es wie eine weiße, pfefferige Bratensauce. Petra konnte das nicht essen. Ekelig. Ralf war da sehr viel tapferer, er aß seinen Teller leer. Aber mehr wollte er auch nicht davon. Damit Petra nicht Hunger leiden musste, bestellte sie sich rasch noch French Toast. Drei große Scheiben mit Puderzucker bestäubt, dazu Ahornsirup und Blaubeersauce. Das war 1000-mal besser.

So ging es dann gestärk zurück zur Hütte. Alles wurde wieder verstaut. Heute Abend wollten wir in Cody einschlafen. Vorher fuhren wir aber noch zurück nach Mammoth Hot Springs. Kurz nachdem losfahren lief vor uns ein Wolf über die Straße. Darauf waren wir nicht vorbereitet Die Kameras und Handys lagen nicht griffbereit im Auto, so haben nur WIR ihn gesehen.

 Wir wollten noch auf die Upper Terrace, um ein Foto zu machen. Eines welches wir schon 2008 „knipsten“ und jetzt im Schlafzimmer hängt.

Am Parkplatz angekommen, erschlug uns fast die Hitze. Eine Kopfbedeckung und immer eine Flasche Wasser dabei zuhaben ist hier echt Pflicht.  So quälten wir uns mit allen anderen den steilen Weg hoch zur Upper Terrace. War doch ein Teil des Boardwalk wegen Schäden gesperrt. Zuerst fanden wir nicht die richtige Terrasse. Sahen dann aber Touristen sowie Autos viel weiter oben stehen. Also trennten wir uns. Ralf ging weiter hoch und Petra zurück zum Auto. Dieser Weg war viel länger als der Weg nach oben, war er auch zum Hochgehen sehr anstrengend musste sie beim zurück gehen auch aufpassen. Steil ist steil, egal welche Richtung. Ralf hielt am Parkplatz tapfer eine Lücke frei, damit Petra gleich einen Stellplatz für das Auto hatte. Oben wurde die Fotostelle gefunden. Superschön. Die Wassermengen am Mammoth Hot Spring sind sehr zufällig, hatten wir bisher immer eine feuchte Phase gesehen, mussten wir uns diesmal mit der trockenen Phase begnügen. Der Ranger den wir später dazu befragten, meinte das das am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen könnte.

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Wieder kamen wir auf den Boardwalk mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch. Wenn sie dann mit uns reden, wollen Sie gar nicht mehr aufhören. Die zwei waren wirklich nett.

Schnell zurück zum Visitor Center, Petra wollte noch einen Versuch starten, das Tuch im Shop zu finden. Leider war sie nicht erfolgreich. Ärgerlich, dann war es das wohl. Sie ärgerte sich sehr darüber, dass sie es nicht gleich am Old Faithfull Shop gekauft hat. Grrrrr.

Den Beartooth Pass mussten wir aus Zeitmangel leider links liegen lassen und es ging direkt nach Cody. Das Zimmer war schon gebucht. Jetzt hieß es nur noch, Abschied nehmen vom Yellowstone NP. Sehr wahrscheinlich war dies unser letzter Aufenthalt hier. Wir werden ja auch nicht jünger. Mit einem, nein, mit vier weinenden Augen verließen wir den Park über den Northeast Entrance.

Wir waren sehr erstaunt, wie sich die Gegend hinter dem Ausgang verändert hat. Kleine Ortschaften mit großen Übernachtungsangebot haben sich entwickelt. Das sah alles sehr nett aus. Weiter ging die Fahrt Richtung Cody. Zwischendurch gab es den ein und anderen Stopp um noch das ein und andere Foto zu machen oder einfach nur schauen und genießen.

Cody, ja auch Cody ist auch gewachsen. Nach 15 Jahren fast nicht wieder zu erkennen. Wir sind auch hier mir der Kamera durch den Ort gefahren. Leider hat Petra die Buffalo Bill Statue auf dem Berg aus Steinen nicht gleich gesehen, und ob der Park der Park war in dem wir damals auf dem Rasen saßen und unsere Sandwiches aßen. Wir wissen es nicht mehr.

Unterwegs tauchte ein Geschäft mit einem wundervoll klingenden Namen auf:  Yellowstone National Park Souvenirs. Vielleicht gibt es dort das Tuch, welches Petra doch so gerne hätte.  Nein, natürlich nicht, dafür bekam Ralf zwei weitere T-Shirts. Es war und ist ihm gegönnt. Petr5a fragte den verkäufer, ob esa am Abend ein Rodeo geben würde, oder ob das nur am Wochenende sei.  Er teilte uns mit, das es in den Sommermonaten jeden Abend ein Rodeo gibt. Perfekt, heute Abend geht’s zum Rodeo. Schnell noch wichtige Sachen einkaufen. Obst. Philli, Coke und Kekse.

Am Motel checkten wir ein, verteilten unsere sieben Sachen im Zimmer und telefonierten mit Andreas. Er hat dann mal eben über eine Deutsche Internetseite zusammen mit Ralf ein Flugticket nach Chicago gekauft. Ob er ein VISA braucht, muss er noch klären.

Zum Rodeo hatten wir es nicht weit, Ralf hat instinktiv nah daran gebucht. So machten wir uns zu Fuß auf. Bezahlten am Ticketschalter unseren Eintritt und betraten das Feld! Freie Platzwahl. Natürlich bekamen wir einen Platz direkt Oberhalb der Cowboys. Da wo sie die Bullen und Wildpferde zäumten. Also sie sattelten und ihnen ein Halfter o. ä. anlegten damit sie sich festhalten konnten. Manch ein Pferd fand die Aktion nicht gut und trat schon mal aus und bäumte sich hoch. Auch die Cowboys, allesamt junge Männer, waren sichtlich nervös und zitterten beim Anzäumen mit den Fingern.

Es wurde für die Sicherheit der Cowboys und Tiere gebetet, eine junge Dame sang die Nationalhymne währenddessen standen alle Gäste und hielten die rechte Hand auf;s Herz und eine Reiterin galoppierte mit der Flagge durch die Arena. Wie die Amis nun mal sind. Ein stolzes Volk. Und wirklich berührend anzusehen. Das können sie!

Es begann mit dem Ritt auf den wilden Pferden. Holla die Waldfee!! Ralf hat Fotos gemacht und Filme gedreht. Es folgte das Bullenreiten, Kälbchen einfangen (Lasso) und ein Wettbewerb wo die Pferde auf Zeit geritten wurden. Um drei Tonnen herum und dann im Ziel scharf bremsen!! Zur Halbzeit gab es ein Kinderprogramm. Alle Kinder durften in die Arena um zwei Kälbchen das rote Bändchen vom Schwänzchen zu stibitzen. Jan durfte 2008 sein Glück versuchen, leider hat er es nicht schnappen können. Aber dabei sein war schon ein toller Moment für ihn. Eigentlich sollte noch eine lustige Nummer mit den Clowns und den Stieren geboten werden. Derr Programmpunkt fiel aus, da ein Cowboy nachdem er vom Bullen fiel von selbigen getreten wurde, verletzt wurde. Es sah nach einem Magen/Unterleibstritt aus. Auf dem Weg zurück zum Motel hörten wir noch die Sirenen des Krankenwagens. Wir hoffen es geht ihm wieder gut.

Samstag, 8. Juli 2023

Am Samstag wollten wir noch einmal ein wenig wandern gehen. Ein Slough Creek Trail und eine Wanderung zum Lost Lake. Unterwegs legten wir natürlich einen stopp zum Fotografieren ein. Bisons waren unsere ersten Modelle. Den Hinweis zum Trail haben wir übersehen und sind am Ende an einen Trail gekommen, den wir auch hätten gehen können, nur dummerweise fing der Weg auf der anderen Seite des Flusses an. Ohne Brücke keine Chance dort hinzukommen. Die Rangerin vor Ort rat uns davon ob, ihn zu Fuß zu durchqueren, da die Strömung schon sehr stark war. Säßen wir auf einen Pferd, hätte sie uns ihr okay gegeben. Also gut, zurück zum Slough Creek Trail

Dort angekommen trafen wir französische Wanderer, die den Trail schon geschafft haben. Sie versprachen uns eine Bisonherde, Wölfe und evt. auch einen Bären zusehen. Also machten wir uns auf. Petra hatte schon im Vorfeld gelesen, das die ersten Meter (ähm fast 2 km nur hoch) gingen. 15 % Steigung ( auf 800 m 120 Höhenmeter). Und das bei brennender Sonne und trockener Hitze. Petra hat nach einiger Zeit des Aufstieges den Rückzug angetreten. Ralf tapfer wie er ist, wollte die Tiere sehen, laut den Franzosen hat man dort oben wohl auch die perfekte Sicht über das Tal.

Petra fotografierte ein paar Blumen am Wegesrand und schrieb sitzend bei geöffneter Tür , bis Ralf zurück, kam am Blog. Schon während des Abstieges zogen dunkle Wolken in unsere Richtung und auch Donner war in der Ferne zu hören. Trotzdem zog es weitere Personen den Weg hinauf auf den Berg. Wind kam auf und da alles so schön trocken war, wurde der „Dreck“ hoch gewirbelt und die Autos die auf dem Parkplatz parkten sahen alle aus wie………

Ralf erzählte, als er wieder am Auto war, dass er dort oben KEINE Tiere, bis auf eine schnelle Schlange, gesehen hat. Dort oben gab es aber zwei große Wanderhütten, die als Übernachtungsstätte für die Backcountry-Hiker vorhanden sind. Die Gegend war schon schön, berichtete er, aber wir denken, die Tiere haben sich vor der Hitze oder vor dem drohenden Gewitter versteckt. Wanderer die Petra hat losgehen sehen, waren alle zwischendurch wieder am Parkplatz angekommen.

Nach der anstrengen Wanderung suchten wir uns einen schönen Platz zum rasten. Leider erwies er sich nicht wirklich als schön, da sich von den Bäumen Raupen am Faden herab ließen. Ob es eine Art Eichenprozessionspinner war. Wir wollten es nicht wissen.

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Panorama-Bild mit Klick auf´s Bild

Die Wanderung zum Lost Lake war sehr schön- Ein breiter Pfad führte uns dorthin. Nebendran plätscherte ein Bach, Vögel umkreisten uns und zwischendurch trafen wir Wanderer. Eine Gruppe vor uns hörten wir schön von weitem. Sie sprühten sich gerade mit Mückenspray ein oder schlugen wild um sich. Ein Zeichen für uns, es ihnen nach zu tun. Direkt ans Wasser kamen wir nicht wirklich. Das Gras auf dem wir standen schwamm zwar fest verwurzelt, aber es schwamm. Fühlte sich nicht wirklich sicher an, aber es trug uns.

Nächstes Ziel war der Petrified Tree. Ein versteinerter Baum. Er wurde vor etwa 55 Millionen Jahren, während explosiven Vulkanausbrüchen (Yellowstone ist ein riesiges vulkanisches Gebiet) im Schlamm und Lava mitgezogen . Irgendwann stellte er sich senkrecht auf (durch Bewegung des Schlammes) und steht heute wie versteinert da.

Schon am Petrified Tree erzählten sich die Touristen, das unten am Eingang zu dieser Sackgasse ein Bär zu sehen sei. Also machten wir uns auf, unseren nächsten Bären zu sehen. Mittlerweile stand schon ein Ranger an der Straße und passte auf. Eher auf den Bären, als auf den Menschen. Ralf, höflich wie er ist, holte sich eine Fotoerlaubnis beim Ranger. Der gab ihn 3 Minuten zum Fotografieren. Natürlich wurden immer mehr Menschen aufmerksam und hielten direkt an um auch einen Blick zu erhaschen. Ist er nicht schön!!

Auf dem Weg zurück zur Roosevelt Lodge machten wir noch einige Stopps an Aussichtspunkten um diese einzigartige Gegend noch einmal aufzunehmen und sie einzuschließen in unser Herz. So schööön.

Vor dem Abendbrot wurde noch schnell der Staub abgewaschen und dann klingelte schon der Pieper, den wir bekommen hatten, da wir nicht reservieren konnten, und uns mitteilte das ein Tisch frei geworden ist und wir Platz nehmen könnten. Zur Vorspeise gab es Chips mit scharfer und Guacamole Soße. Dann einen leckeren Bison Burger mit french fries. Mmmhh.

Zufrieden, müde und satt schliefen wir ein.

Freitag, 7. Juli

Hütte an der Roosevelt Lodge
Mit Klick auf´s Bild könnt ihr die Ansicht vergrößern.

Frühes Aufstehen war angesagt, wollten wir doch in der Roosevelt Lodge frühstücken. Punkt 7 Uhr standen wir vor der Tür, ein Fensterplatz wurde uns zugeteilt, worüber wir uns sehr freuten. Wir waren nur etwas verwundert, alle anderen Gäste bekamen die Menuekarte nur wir nicht. Unser „Ober“ hat es schlicht und einfach vergessen, aber natürlich bekamen wir sie auf Nachfrage. Der „Ober teilte uns dann noch mit, dass es kein Toast geben würde. Prima, scheinbar gibt es Zeiten in denen Grundnahrungsmittel ausgehen. 😉 Wir entschieden uns für Rührei mit Tomate, Gurke und………, frische Früchte und Kaffee. Zum Rührei gab es dann ein kleines schon mit Butter geschmierte Brötchen. Die frischen Früchte kamen leider aus der Dose, anstelle der Früchte hätte man auch Pommes nehmen können, die wollten wir aber beide nicht. Dafür gab es reichlich Kaffee, da mit Refill, d.h. man bekam immer Kaffee nach. Zwischendurch fragte Petra einen Gast, was er da leckeres Essen würde? Ein echtes Westernfrühstück: BISQUIT WITH CREAM????

Und dann fuhren wir auch schon zum Canyon Village. Heute war der Tag, den Grand Canyon oft he Yellowstone zu besuchen. Wir freuten